Warum Vitamin A für die Haut so wichtig ist
Vitamin A ist an zahlreichen biologischen Prozessen der Haut beteiligt. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Zellteilung und der natürlichen Differenzierung der Hautzellen. Darüber hinaus beeinflusst es Prozesse, die für Hautstruktur, Feuchtigkeitsbalance und Elastizität von Bedeutung sind.
Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich die Zellerneuerung. Gleichzeitig verändern sich die elastischen Eigenschaften der Haut, und die Haut wird dünner und trockener. Auch langjährige Sonneneinstrahlung kann diese Entwicklung beschleunigen und zu Falten, unregelmäßiger Pigmentierung und einem Verlust an Spannkraft beitragen.
Gezielt eingesetztes Vitamin A kann die natürlichen Erneuerungsprozesse der Haut unterstützen und so zu einem glatteren, festeren und ebenmäßigeren Erscheinungsbild beitragen.

Retinsäure, Retinol und Retinylpalmitat – was ist der Unterschied?
Der Begriff „Vitamin A“ umfasst verschiedene miteinander verwandte Substanzen.
Retinsäure, auch Tretinoin genannt, ist eine hochaktive Form. Sie wird als Arzneistoff in der Dermatologie eingesetzt und ist für ihre deutliche Wirkung bekannt. Gleichzeitig kann sie Hautrötungen, Brennen, Trockenheit und Irritationen verursachen.
Retinol und Retinylpalmitat sind kosmetisch eingesetzte Vitamin-A-Formen. Retinylpalmitat ist ein Ester aus Retinol und Palmitinsäure. Es gilt als besonders stabil und wird von der Haut im Rahmen ihrer natürlichen Stoffwechselprozesse weiterverarbeitet.
Die Herausforderung besteht darin, dass herkömmliches Retinylpalmitat fettlöslich ist und die Hautbarriere nur eingeschränkt passieren kann. Eine Creme kann daher Retinylpalmitat enthalten, ohne dass der Wirkstoff in ausreichendem Maße biologisch verfügbar wird.

Das Besondere am wasserlöslichen A-Vitamin von Sainte Beauté
Bei dem in den Sainte Beauté Cremes eingesetzten Wirkstoff wird Retinylpalmitat mithilfe eines komplexen Polysaccharids wasserlöslich formuliert. Diese spezielle Formulierung verbessert die Verteilung und Verfügbarkeit des Wirkstoffs in der Haut.
Untersuchungen in einem künstlichen Barrieremodell zeigten, dass wasserlöslich formuliertes Retinylpalmitat die Modellmembran deutlich besser passierte als eine konventionelle Retinylpalmitat-Formulierung.
Der entscheidende Unterschied liegt somit nicht allein darin, welches Vitamin-A-Derivat eine Creme enthält. Ebenso wichtig ist, wie der Wirkstoff formuliert ist und ob er für die Haut verfügbar gemacht werden kann.

Dokumentierte Veränderungen von Hautdicke und Elastizität
In einer 1993 veröffentlichten randomisierten Doppelblindstudie wurden zwei Cremes mit jeweils 0,2 Prozent Retinylpalmitat verglichen. Eine Creme enthielt das wasserlöslich formulierte, an ein Polysaccharid gebundene Retinylpalmitat. Die andere enthielt konventionelles, nicht gebundenes Retinylpalmitat.
20 Frauen im Alter von 40 bis 60 Jahren verwendeten beide Formulierungen über einen Zeitraum von drei Monaten – jeweils eine Formulierung an jedem Unterarm. Die Hautdicke wurde mittels Ultraschall gemessen, während die Elastizität mit einem speziell entwickelten Messinstrument bestimmt wurde.
Nach drei Monaten zeigte sich auf der mit wasserlöslichem Retinylpalmitat behandelten Haut unter den Bedingungen der Studie:
eine durchschnittliche Zunahme der gemessenen Hautdicke um 31 Prozent
eine durchschnittliche Verbesserung der Hautelastizität um 18 Prozent
eine wahrnehmbare Verbesserung von Glätte und Ausstrahlung
Die Veränderungen waren statistisch signifikant. Bei der konventionellen Retinylpalmitat-Formulierung wurden dagegen keine signifikanten Veränderungen der Hautdicke oder Elastizität festgestellt.
Das Ergebnis unterstreicht, dass die Formulierung und Verfügbarkeit des Wirkstoffs für seine kosmetische Wirkung von wesentlicher Bedeutung sind.

Vergleichbare Ergebnisse – bei besserer Verträglichkeit
Eine weitere randomisierte Doppelblindstudie aus dem Jahr 1997 verglich wasserlöslich formuliertes Retinylpalmitat mit Retinsäure. Auch an dieser Untersuchung nahmen 20 Frauen im Alter von 40 bis 60 Jahren teil. Die beiden Formulierungen wurden drei Monate lang an jeweils einem Unterarm angewendet.
Beide Vitamin-A-Formen führten zu vergleichbaren, statistisch signifikanten Veränderungen.
Der wesentliche Unterschied zeigte sich bei der Verträglichkeit. Sieben Teilnehmerinnen berichteten bei der Retinsäure-Formulierung über Hautempfindlichkeit; zwei von ihnen zusätzlich über deutliche vorübergehende Rötungen. Bei der Formulierung mit wasserlöslichem Retinylpalmitat berichtete eine Teilnehmerin über eine Rötung.
In der abschließenden Gesamtbewertung bevorzugten 13 der 20 Frauen die Creme mit wasserlöslichem Retinylpalmitat. Vier bevorzugten die Retinsäure-Creme, während drei keine Präferenz angaben.
Die Untersuchung deutet damit darauf hin, dass wasserlöslich formuliertes Retinylpalmitat messbare Veränderungen der Hautstruktur ermöglichen kann, zugleich aber deutlich sanfter zur Haut ist als Retinsäure.

Sichtbare Hautverbesserung braucht Zeit
Vitamin A ist kein Wirkstoff für einen kurzfristigen Oberflächeneffekt. Es unterstützt biologische Prozesse, die sich schrittweise entwickeln.
In klinischen Untersuchungen mit den von Pedersen’s Laboratorium entwickelten Cremes wurden erste Veränderungen zwar bereits nach einigen Wochen gemessen, die deutlicheren Ergebnisse zeigten sich jedoch nach zwei bis drei Monaten konsequenter Anwendung.
Eine Langzeitbeobachtung ergab zudem, dass ein Teil der nach drei Monaten erzielten Verbesserungen von Hautdicke und Elastizität noch zwölf Monate nach Beendigung der Anwendung messbar war. Der überwiegende Teil der Wirkung nahm ohne weitere Anwendung jedoch allmählich wieder ab.
Regelmäßigkeit ist deshalb entscheidend. Eine konsequente Pflegeroutine gibt der Haut Zeit, auf den Wirkstoff zu reagieren und ihre natürlichen Erneuerungsprozesse zu unterstützen.

Wissenschaft als Grundlage anspruchsvoller Hautpflege
Für Sainte Beauté bedeutet luxuriöse Hautpflege mehr als eine angenehme Textur oder ein elegantes Pflegegefühl. Sie beginnt mit der Auswahl dokumentierter Wirkstoffe und einer Formulierung, die deren Potenzial für die Haut nutzbar macht.
Das wasserlöslich formulierte A-Vitamin verbindet jahrzehntelange skandinavische Forschung mit hoher kosmetischer Verträglichkeit. Es wurde für anspruchsvolle Haut entwickelt, die nicht aggressiv behandelt, sondern gezielt bei ihrer natürlichen Regeneration unterstützt werden soll.
Das Ergebnis ist intelligente Hautpflege mit wissenschaftlichem Fundament – für eine Haut, die glatter, elastischer und sichtbar gestärkt wirken kann.

Literatur
Thom E. (1993): Skin treatment with two different galenical formulations of retinyl palmitate in humans. Journal of Applied Cosmetology, 11, 71–76.
Thom E. (1994): Long-term effects after topical application of active retinyl palmitate. Journal of Applied Cosmetology, 12, 25–30.
Thom E. (1997): A comparative double-blind within-subject study of the efficacy and tolerability of two different derivatives of Vitamin A on skin thickness and elasticity: Retinoic acid and conjugated retinyl palmitate. Journal of Applied Cosmetology, 15, 133–138.
Wadstein J. (1993): Penetration of Different Retinoid Formulations in a Model Barrier System (Franz Diffusion Cell).Abstract presented at the Nordic Symposium “Focus on the Anti-Aging Treatment of the Skin”, Oslo.
